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Europäische Union schafft einheitliche Verpackungsgrößen ab

Die Europäische Union hat letzte Woche einige Vorschriften abgeschafft, in denen genau geregelt war, in welchen Mengen bestimmte Prdoukte verkauft werden dürfen. So gab es beispielsweise Kartoffeln nur im 5 Kilo-Sack oder 10 Kilo-Sack, aber nicht im 1,5 Kilo-Sack. Und eine Tüte Mehl mit weniger als 1000g gab es bislang ebenfalls nicht zu kaufen. Dies soll sich nun ändern, denn die Hersteller dürfen nunmehr selber entscheiden, welche Verpackungsgrößen sie für ihre Produkte verwenden. Lediglich für einige wenige Prdoukte, wie Schaumweine, Weine oder Spiritousen bleiben die strengen Verpacksvorschriften erhalten. Schokolade, Milch, Zucker, Mehl, Butter, Mineralwasse und Bier darf dagegen in beliebiger Verpackung verkauft werden. Für den Handel ist die neue Freiheit ein Segen, verspricht sie doch ein mögliches Umsatzplus. Die Lebensmittelhersteller selbst wollen zunächst die vertrauten Verpackungen beibehalten. Eine Umstellung zum derzeitigen Zeitpunkt würde einen ziemlich großen Aufwand bedeuten. Außerdem haben sich viele Verbraucher an bestimmte Produkte und die dazugehörigen Verpackungsgrößen gewöhnt, so dass eine Umstellung möglicherweise einen Rückgang der Nachfrage zur Folge hätte. Für die Zukunft möchte man Veränderungen freilich nicht ausschließen. Verpackungsschützer warnen sowieso vor versteckten Preiserhöhungen, die durch die abgeschafften Verordnungen möglich werden, z.B. wenn die Hersteller einfach weniger in einen gleich große Schachtel packen. Der Verbraucher bekommt davon in der Regel gar nichts mit und zahlt am Ende dennoch mehr. Zwar besteht die Möglichkeit, einzelne Produkte anhand des Grundpreises (z.B. 1,20 Euro je 100g) zu vergleichen. Dieser muss auch weiterhin im Supermarkt angegeben werden. Aber seien wir ehrlich, wer von uns macht sich denn die Mühe für jede einzelne Packungsgröße den Preis für Vergleichszwecke umzurechnen. Bei Produkten, für die es schon seit längerer Zeit keine einheitlichen Vorschriften zur Größe der Verpackung gibt, wurde genau diese Vorgehensweise bereits mehrfach beobachtet. Besonders kreativ sind hierbei die Hersteller von Marmelade, Windeln, Putzmitteln oder Kosmetika. In den vergangenen Jahren haben sie versteckte Preiserhöhungen von bis zu 20 Prozent vorgenommen.

Veröffentlicht am: 18. April 2009
in der Kategorie: OnlineshopsPfeil rechtsLebensmittel

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