Man könnte meinen es handele sich dabei um ein neues Brettspiel, aber weit gefehlt - hinter dem Begriff Scrobbling verbirgt sich ein neuer Trend aus dem Internet. Zumindest die Web 2.0-Anhänger dürften bereits damit in Berührung gekommen sein. Scrobbling ist eine zeitgemäße Form des Anbandelns mit einem potentiellen Partner indem man das eigene Profil mit dem Profil anderer Benutzer des bevorzugten Geschlechts verglichen und der- oder diejenige, welche am besten zu einem passt ausgewählt wird. So bleibt man wenigstens in einer Hinsicht vor bösen Überraschungen bewahrt. Ursprünglich ist das Scrobbling eine Erfindung von Musikbörsen oder Internetradios. Beim Abspielen eines Musiktitels werden der Künstlername, der Titel und das Album an die Datenbank der Webseite übermittelt und im eigenen Nutzerprofil gespeichert. Anschließend ist es für registrierte Benutzer solcher Plattformen ein leichtes mit dem eigenen MP3-Player bewaffnet auf die Suche nach einem Partner mit dem gleichen Musikgeschmack zu gehen. Durch einen Abgleich der Tracklisten oder der persönlichen Vorlieben lässt sich schnell herausfinden, wer zu einem passt und wer nicht. Durch die zahlreichen Kommunikationsmöglichkeiten des Web 2.0 kann man den oder die Auserwählte dann sofort ansprechen und einen ersten Online-Flirt beginnen. Eigentlich ist das Scrobbeln (zu deutsch: automatisch übermitteln) dazu gedacht, Benutzerprofile besser zu personalisieren, damit ein Musikportal beispielsweise lernt, welche Musik der Nutzer mag. Darauf aufbauend erhält der Nutzer dann Konzerte, eine eigene Radiostation, Informationen zu Künstlern oder das neueste Album aus den Charts passend zum persönlichen Geschmack empfohlen. Mittlerweile gibt es unabhängig von Internetplattformen sogar schon eigene Softwarelösungen um die Lieblingstitel auf dem eigenen Computer zu scrobbeln. Ob die Partnersuche per Scrobbling wirklich der Weisheit letzter Schluss ist, lässt sich nur schwer beurteilen. Zumindest für kurze Zeit können beide ihre Lieblingslieder gemeinsam rauf und runter hören. Problematisch wird es erst, wenn einer der beiden plötzlich ein Lieblingslied des anderen nicht mehr mag.