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Nebenkosten beim Kauf einer Immobilie

Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine neue oder gebrauchte Immobilie zu erwerben, sollte neben vielen anderen Dingen bedenken, dass die Kosten für das Eigenheim nicht nur den reinen Kaufpreis umfassen. Gerade in Deutschland sind die Nebenkosten, die beim Kauf eines Hauses anfallen, im Vergleich zu anderen Ländern enorm hoch und keineswegs zu vernachlässigen. Bei der Finanzplanung für das Haus sollten unbedingt alle Kosten berücksichtigt werden, also auch die Nebenkosten. Solche Kaufnebenkosten können nach Expertenschätzungen bis zu 10 Prozent des Kaufpreises ausmachen.

Ein wichtiger Punkt für den Käufer ist dabei die Grunderwerbssteuer. Diese beträgt in den meisten Bundesländern 3,5 Prozent des Kaufpreises, wobei kürzlich Sachsen-Anhalt als drittes Bundesland nach Berlin und Hamburg bekannt gegeben hat, dass es die Steuer auf 4,5 Prozent anheben möchte. Weitere Kosten für den Käufer (etwa 1,5 Prozent des Kaufpreises) entstehen für den Notar und die vorzunehmenden Eintragungen zur Eigentumsübertragung im Grundbuch. Neben dem Notar möchte auch der Makler seinen Anteil vom Verkaufserlös erhalten. Wie hoch die Maklerprovision ausfällt, ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. Meist zahlen sowohl Käufer, als auch Verkäufer eine Provision von etwa 3 Prozent plus Mehrwertsteuer an den Makler. In Berlin und Brandenburg muss der Käufer sogar die volle Maklerprovision tragen.

Viele Hauskäufer denken, dass mit der Bezahlung und Übertragung der Immobilie die gesamte Sache abgeschlossen ist und vergessen dabei, dass bei einem Hauskauf durchaus noch Folgekosten entstehen können. Sanierunsarbeiten am Eigenheim Gerade wenn es um gebrauchte Immobilien geht, sind beispielsweise die Sanierungskosten für das neue Heim nicht zu unterschätzen. Als Faustregel gilt hier: Je älter die Immobilie, desto mehr Sanierungsaufwand sollte eingeplant werden. In diesem Bereich lauern die größten Gefahren für versteckte Kosten. Wenn Fassade, Heizung, Dach oder Elektrik komplett erneuert werden muss, kann das unter Umständen sogar teuerer werden, als der komplette Kaufpreis. Um verdeckte Mängel aufzudecken und so eventuelle Sanierungsarbeiten besser planen zu können, empfiehlt es sich, bereits zur Besichtigung einen entsprechenden Fachmann (z.B. Bausachverständige, Architekten, Handwerker, Bauingenieure usw.) mitzunehmen. Der Makler hilft in dieser Beziehung nur wenig weiter. Bei neuen Häusern oder Häusern in einem guten Zustand fallen die Sanierungskosten sicherlich in einem geringeren Umfang an. Dennoch kann es auch hier Nebenkosten geben, die mit eingeplant werden sollten, z.B. wenn eine besondere Designer-Küche eingebaut werden soll. Letztendlich muss auch der gesamte Hausrat in das neue Heim geschafft werden und so ein Umzug kostet ebenfalls Geld, nicht nur für die Umzugsfirma, die eventuell damit beauftragt werden soll. Wenn Kündigungsfristen beachtet werden müssen oder das neue Haus auf Grund von Renovierungsarbeiten noch nicht bewohnbar ist, muss möglicherweise für einige Monate sowohl die Miete für die alte Wohnung als auch die erste Rate für das Eigenheim bezahlt werden.

Veröffentlicht am: 21. Mai 2010
in der Kategorie: Haus & GartenPfeil rechtsHaus

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