Bereits in den Anfangstagen des Kinos war die 3D-Illusion ein großes Thema. Diese Begeisterung hält sich bis heute, hat jedoch im Laufe der Jahrzehnte einige Rückschläge hinnehmen müssen. Sah es bereits in den 1950er-Jahren so aus als erlebe die 3D-Technologie ihren Durchbruch in den Kinos, folgte kurz darauf eine lange Flaute. Die Technik war einfach noch nicht ausgereift, um eine perfekte Illusion zu schaffen.
Heute hat sich die Technologie so weit entwickelt, dass der Kino-Zuschauer denkt, er gehört zum Teil der Handlung und befindet sich mitten im Geschehen. Spätestens seit dem beeindruckenden Erfolg von Avatar erlebt 3D eine Auferstehung. Der erfolgreichste Film aller Zeiten verdankt diesen nicht zuletzt den unzähligen Zuschauern, die den Film in 3D geschaut haben. Man kann also das Jahr 2009 als Wendepunkt im Kino bezeichnen. Vielerorts sprach man nach dem Besuch des 3D-Avatar-Filmes von der Zukunft des Kinos und einer völlig neuen Qualität des Seherlebnisses. In 2010 sind bereits zahlreiche Filme angelaufen, die den Boom ausnutzen wollten und das teilweise auch geschafft haben, siehe Tim Burton's Alice im Wunderland.
Bei einem so großen Hype ist es nicht verwunderlich, dass auch die Unterhaltungselektronik für zu Hause auf dem 3D-Zug aufspringt und dreidimensionales Fernsehen verspricht. Die Zukunftsprognosen der Experten lassen auf eine rosige Zukunft für die Industrie, besonders für die Marktführer, schließen. Ob 3D nur temporär beliebt ist oder langfristig in den Wohnzimmern der Republik Einzug halten kann, bleibt abzuwarten. Die ersten 3D-Fernseher sind bereits erhältlich. Für den 3D-Genuss benötigt man neben einem 3D-TV-Gerät eine 3D-Shutterbrille, einen 3D-fähigen Blu-ray-Player und entsprechende 3D-Filme.