Der ÖkoDax ist ein neuer Börsenindex an der Frankfurter Wertpapierbörse, der sich vor allem Unternehmen aus dem Bereich Klimaschutz, erneuerbare Energien und Ökologie widmet. Deutschland ist führend im Bereich der Technologien für erneuerbare Energien. Kein Wunder also, dass die Unternehmen aus dieser Branche nach einem prominenten Aktienindex fragen. Im ÖkoDax sind die zehn wichtigsten börsennotierten Unternehmen aus Deutschland enthalten, die sich im Bereich der Energien aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse engagieren. Genau wie bei allen anderen Indizes in Frankfurt soll die Zusammensetzung des ÖkoDax alle drei Monate überprüft und gegebenenfalls geändert werden. Welches Unternehmen in den Index aufgenommen wird und welches nicht entscheidet der Börsenwert bzw. die Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens. Derzeit besteht der Ökodax aus folgenden Werten, die gleichgewichtet im Index enthalten sind: centrotherm photovoltaics, Conergy, Nordex, Phoenix Solar, Q-Cells, REpower-Systems, Roth & Rau, SMA Solar Technology, SolarWorld, Solon.
Aktienärsschützer finden den ÖkoDax generell zwar gut, bemängeln jedoch, dass der gesamte Öko-Bereich mehr ist, als nur das Feld der erneuerbaren Energien. Dementsprechend sollten Anleger, die sich für ein ökologisches Investment interessieren, lieber auf andere Alternativen zurückgreifen, als unbedingt ein Zertifikat auf den ÖkoDax zu erwerben. Trotzdem ist Klimaschutz an der Börse ein interessantes Thema, da ist die Deutsche Börse kein Einzelfall. An der Börse Zürich gibt es einen ähnlichen Index für erneuerbare Energien, den ERIX, selbst die Börse in Wien hat einen Klimaschutzindex (GreenTec Climate 30, kurz GTC). Trotzdem steckt dieser Bereich noch in den Kinderschuhen, wie man bereits an der Anzahl der enthaltenen Unternehmen ablesen kann. Alternative Energien bleiben dennoch interessant gerade vor dem Hintergrund steigender Ölpreise und häufiger Naturkatastrophen. Für die Zukunft dürfte dieses Feld jedenfalls noch einige interessante Entwicklungen zu bieten haben.