Ab Februar 2009 werden Raser, Drängler und notorische Missachter von roten Ampeln noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Vor allem Autofahrer, die gern die Stoßstange des Vordermannes aus der Nähe betrachten sollten gewarnt sein. Wer bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h nur 6m zwischen sich und Vordermann lässt, ist seinen Führerschein für 3 Monate los, bekommt ganze 4 Punkte in Flensburg und darf außerdem noch 400 Euro an die Bußgeldstelle überweisen. Noch ein weiteres Beispiel gefällig? Das Überfahren einer roten Ampel kostet künftig 200 Euro plus 1 monatiges Fahrverbot und 4 Punkte in Flensburg, wenn es bereits länger als 1 Sekunde rot war als der Blitz ausgelöst wurde. Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen werden künftig vor allem die ganz schnellen viel stärker zur Kasse gebeten, als bisher. Wer mit mehr als 70 km/h zu viel erwischt wird darf mindestens 600 Euro berappen und kann sein Auto für drei Monate in der Garage stehen lassen. Ach ja 4 Punkte gibt es noch obendrauf.
Mit den neuen Regelungen zum Bußgeld versucht die Bundesregierung zum einen die Staatskassen zu füllen, zum anderen die Unfallzahlen zu verringern. Bislang ist ihr das recht gut gelungen. Trotz stetig zunehmendem Verkehrsaufkommen bleibt die Anzahl der Unfälle in den letzten Jahren auf einem relativ konstantem Niveau (etwa 2,2 Millionen jährlich). Die Bußgelder selbst sind in den vergangenen Jahren immer wieder angehoben worden viel stärker als den normalen Preissteigerungsraten entsprechend würde. Einige Vergehen kosten heute mehr als dreimal so viel wie noch in den neunziger Jahren. Die Länger der Fahrverbote sowie die Einträge auf dem Punktekonto in der Flensburger Verkehrssünderkartei hat die Regierung dieses Mal nicht verändert. Aber wer weiß, die nächste Bußgelderhöhung kommt bestimmt.